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Anwendungsbeispiel: Anschlussstück für Benzinpumpe

PPS - Der Hochleistungs-Sportler unter den Kunststoffen

Umspritzung von Leiterbahnen verlangt höchste Ansprüche ans Werkzeug

Polyphenylensulfid (PPS) – für Chemiker ein teilkristalliner Kunststoff, dessen aromatische Monomer-Einheiten über Schwefel-Atome miteinander verbunden sind – für Praktiker ein Material, das besondere Problemstellungen im Spritzguss lösen kann. Der Haken daran: es stellt einigermaßen hohe Ansprüche an Werkzeug und Verarbeitung, die man erst einmal bewältigen muss.

Die Verarbeitungstemperatur von PPS liegt in einem relativ engen Fenster von 315 bis 335 °C. Das Werkzeug muss dabei eine Temperatur von 130 bis 150 °C aufweisen. Dabei wird der Werkstoff extrem dünnflüssig, was besonders dann ein Problem ist, wenn man Leiterbahnen umspritzen will, die vielleicht ihrerseits eine sensible Oberflächenbeschichtung haben. Damit summieren sich die Blechdicken-Toleranzen der Blecheinleger und die Schichtdicken-Toleranzen der Oberfläche, was die Aufgabenstellung zusätzlich erschwert.

Pollmann war einer der ersten, der die Aufgabenstellung ohne nachgelagerten Entgratungs-Vorgang lösen konnte. In der Verbindung aus höchster Werkzeug-Präzision und intelligentem Werkstoff-Management sind die Pollmann-Lösungen besonders dort sehr erfolgreich, wo man saubere Anschlussstücke benötigt – etwa für Benzinpumpen. Pollmann hat speziell dafür das sogenannte ‚dreidimensionale Abstimmverfahren‘ entwickelt. Damit können wir beispielsweise Lagerstellen im Werkstück bereits werkzeugfallend in einer Präzision herstellen, wo andere mechanisch nacharbeiten müssen.

Der Anspruch an so ein Werkzeug ist hoch. Denn es geht nicht nur darum, Teile zu produzieren, bei denen diese besondere Grat-Spezifikation erreicht wird. Es müssen auch ausreichend Entlüftungen vorhanden sein, um Verbrennungen am Werkstück zu vermeiden. Also sehr gegensätzliche Interessen, die man hier unter Kontrolle haben muss. Unser Erfahrungsschatz und die richtige Interpretation der Vorab-Simulationen bringen uns zu einer überragenden Ergebnis-Qualität. Weil die Nachbearbeitung entfallen kann, macht sich das auch wirtschaftlich bezahlt.

Doch damit nicht genug: Weil es sich bei PPS um ein sehr abrasives Material handelt, muss man sich um eine hohe Lebensdauer der Werkzeuge besonders kümmern. Durch den Einsatz von speziellen Oberflächenbeschichtungen bei den Werkzeugen bekommt man das aber gut in den Griff.

 

Pollmann International GmbH  I  Raabser Straße 1  I  A-3822 Karlstein